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Altensteiner Höhle

Thüringens älteste Schau- und Naturhöhle
Gästeführung

Besuchen Sie mit uns Thüringens älteste Schau- und Naturhöhle! Einst von Herzog Georg I. erschlossen, erleben Sie bei Ihrem Rundgang bizarr geformte Hohlräume, den Höhlendom mit seiner einzigartigen Akustik, sowie den Höhlensee, worauf zu Herzogs Zeiten Kahnpartien unternommen wurden. Vielleicht zeigt sich sogar der Höhlenbär?!

zu den Gästeführungen

Geschichte

Bergleute entdeckten die Höhle zu Altenstein am 28. Juni 1799 bei Sprengarbeiten, die für den Bau einer Straße nach Schloss Altenstein nötig waren. Die Chronik über die Pfarrgemeinde Schweina, geführt vom Pfarrer Johannes Walch, berichtet dazu Folgendes: „Unstreitig war die Entdeckung der Höhle unter dem Hohlen Stein hinter dem Glücksbrunnischen Garten im Juni dieses Jahres das Merkwürdigste für die hiesige Gegend. Die beiden Bergleute Valtin Göcking und Johannes Schulz von hier sprengten Felsen zur Anlage der Chaussee und es zeigte sich am Ende des Hohlen Steins eine Öffnung ½ Schuh breit und 5 Schuhe lang, aus welcher Wetter also Luft gingen. Sogleich wurde sie auf der Stelle erweitert und schon am ersten Tage mußte Göcking die Höhle, welche 10 Schuh tief war, genauer untersuchen. Unten zeigte sich wieder eine andere Öffnung, von der Größe eines kleinen Kellers nach Osten zu, in welche man den 16jährigen Bergbursch Christoph Horst hinunter schob. Hier zeigte sich abermals eine Kluft, durch welche sich Schulz zuerst wagte und aufs Neue eine Höhle von der Größe und Höhe einer Rute entdeckte […].“ Zunächst überlegte man, den Eingang der Höhle wieder zu verfüllen. Doch Herzog Georg I. (1761–1803) entschied anders: Er hatte die Höhle am Tage nach der Entdeckung besichtigt und gab ihre Erschließung in Auftrag.

Mythologie

Der Altensteiner Bär

„Eine Entdeckung führte nun zur anderen und so gelangte man schon dieses Jahr bis an das Glückbrunner unterirdische Wasser. Die in der Höhle gefundenen Knochen sollen nach der seltsamen Hypothese des Prof. Blumenbach Reste des Höhlenbärs, einer aufgegangenen Tiergattung sein. So war doch ihre Erscheinung auf einmal erklärt und man beseitigte dabei alte Geogonire der Alten, die sie in Mythen vortrugen.“ Die Altensteiner Höhle und ihr Eingang liegen zu Fuße des Altensteiner Parks, unterhalb der Straße, die von Schweina zum Schloss Altenstein führt. Höhlenbesichtigungen sind donnerstags und samstags während einer Führung möglich. Auf 280 Metern Weg erfahren Sie in ca. 45 Minuten alles über die geologischen Besonderheiten, die Erschließungsgeschichte und bekommen manche Anekdote präsentiert. Ein außergewöhnliches Erlebnis ist der Besuch der Konzerte oder Theateraufführungen im sogenannten „Höhlendom“, einem der größten Räume der Schauhöhle.