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August Trinius

Leben und Wirken

Biografie

Dass der Rennsteig Ende des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt wurde, ja einen wahren Boom erlebte, lag nicht allein an der damals aufkommenden Wanderbewegung. Wesentlichen Einfluss nahm der Wanderschriftsteller August Trinius (1851–1919) mit seinem Buch „Der Rennstieg des Thüringer Waldes“. Trinius kam in der Nähe von Leipzig zur Welt, wuchs aber in Erfurt auf. Nach der Schule ging er nach Berlin, machte eine Lehre zum Kaufmann und arbeitete anschließend ebenda als Buchhalter. Die Schriftstellerei betrieb er zu diesem Zeitpunkt nur nebenbei.

Journalist & Schriftsteller

Doch erste journalistische Erfolge stellten sich ein und Trinius widmete sich nun ganz seiner Leidenschaft. Bald streifte er als Reiseschriftsteller durch Deutschland. Am meisten beeindruckte ihn auf seinen Wanderungen „das grüne Herz Deutschlands“ Thüringen. Landschaft und Geschichte dieser Gegend fesselten ihn derart, dass er beschloss, hierher umzusiedeln. Er ließ sich 1890 in Waltershausen nieder und wohnte dort bis zu seinem Lebensende. Hier entstand auch der Text zum Rennsteiglied. Mehr als 30 Werke über den Thüringer Wald brachte Trinius in der Folgezeit zu Papier. Unter seinen Publikationen finden sich Titel wie „Streifzüge durchs Thüringer Land“, „Im Zauber der Wartburg“, „Durchs Werratal“. Besonders hervorzuheben ist die Schriftenreihe „Thüringer Wandersmann“, die von 1886 bis 1902 in 8 Bänden erschien und vor allem dem Rennsteig in den Blick nahm. August Trinius verstarb 1919 in Waltershausen, wo sich auch heute noch sein Grab findet. Das Grabdenkmal stammt aus dem Jahr 1921 und wurde anlässlich der Gründung des „Bundes der Thüringer Berg-, Burg- und Waldgemeinden“ enthüllt.