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Friedrich Fröbel

Begründer des Kindergartens

Der Lehrer und Erzieher Friedrich Fröbel (1782–1852), der weltweit als „Begründer“ des Kindergartens gilt, lebte und wirkte in Bad Liebenstein von 1849 bis zu seinem Tod. Fröbels besonderes Verdienst besteht in seiner Verbindung von Theorie und Praxis: Ins Zentrum seiner Pädagogik stellte er das Spiel und dessen Bildungswert als typisch kindliche Lebensform. Die von ihm entwickelten Spielgaben und Beschäftigungsmittel entstanden auf Grundlage seiner Spieltheorie. Das waren z.B. Kugeln, Würfel und Zylinder, damals aus Holz, die ein jeder aus seinen eigenen Kindertagen kennt.

Der Kindergarten

Sein „Kindergarten“ ist ein Begriff, der heute in vielen Sprachen der Welt verbreitet ist. Der Kindergarten unterschied sich von den damals im 19. Jahrhundert existierenden „Kinderbewahranstalten“ durch die pädagogische Konzeption. Damit verbunden war die Erweiterung des Aufgabenspektrums der Betreuung zum Verbund von Bildung, Erziehung und Betreuung. 1840 gründete Fröbel zusammen mit Johann Wilhelm Middendorf (1793–1853) und Heinrich Langethal (1792–1879) den ersten deutschen „Kindergarten“ in Bad Blankenburg. Er führte die „Freiarbeit“ in die Pädagogik ein und gab Kurse für Kindergärtnerinnen. Die von ihm entwickelten Spiel- und Lernmaterialien sind heute noch anerkannt.

Leben & Wirken

Fröbel in Bad Liebenstein

In Bad Liebenstein und Schweina (Marienthal) verbrachte Fröbel von 1849 bis 1852 seine letzten Lebensjahre. Im sogenannten Marienthaler Schlösschen gründete er 1850 die erste Kindergärtnerinnenschule der Welt, auf dem Altenstein veranstaltete er im gleichen Jahr ein Kinder- und Spielfest. Am 23. August 1851 wurden allerdings in Preußen die Kindergärten verboten. Jenes Verbot wurde zu Fröbels Lebzeiten nicht mehr aufgehoben. Grund war offenbar eine Verwechslung mit seinem Neffen Karl Fröbel, der 1851 die Schrift „Weibliche Hochschulen und Kindergärten“ veröffentlicht hatte. Am 21. Juni 1852 starb Fröbel, 3 Tage später wurde er auf dem Schweinaer Friedhof beigesetzt. Auf seinem Grabdenkmal mit Würfel, Walze und Kugel steht der Wahlspruch: „Kommt lasst uns unsern Kindern Leben“.

In Bad Liebenstein und Schweina (Marienthal) verbrachte Fröbel von 1849 bis 1852 seine letzten Lebensjahre. Im sogenannten Marienthaler Schlösschen gründete er 1850 die erste Kindergärtnerinnenschule der Welt, auf dem Altenstein veranstaltete er im gleichen Jahr ein Kinder- und Spielfest. Am 23. August 1851 wurden allerdings in Preußen die Kindergärten verboten. Jenes Verbot wurde zu Fröbels Lebzeiten nicht mehr aufgehoben. Grund war offenbar eine Verwechslung mit seinem Neffen Karl Fröbel, der 1851 die Schrift „Weibliche Hochschulen und Kindergärten“ veröffentlicht hatte. Am 21. Juni 1852 starb Fröbel, 3 Tage später wurde er auf dem Schweinaer Friedhof beigesetzt. Auf seinem Grabdenkmal mit Würfel, Walze und Kugel steht der Wahlspruch: „Kommt lasst uns unsern Kindern Leben“.

Information

Fröbel erleben

Das Fröbelzimmer im Bürgerhaus Schweina zeigt in einer kleinen Ausstellung Leben und Wirken des großen Pädagogen. Ein Besuch ist nach Anmeldung möglich.

In dem Gutshof, in dem Fröbel in Bad Liebenstein lebte, befindet sich heute das Hotel Fröbelhof mit vielen interessanten Details zu Leben und Wirken Friedrich Fröbels. Von dort können Sie entlang des Fröbel-Rundwanderweges die Fröbelstätten der Region erkunden. 

Ausführliche Informationen zu Friedrich Fröbel finden Sie auf der Internetseite des Bad Liebensteiner Fröbelforschers Dr. Matthias Brodbeck: http://www.froebelweb.de/.

Im Rahmen der Fröbeldekade 2013–2022 gibt es zahlreiche Projekte und Initiativen, an denen sich die Stadt Bad Liebenstein mit beteiligt. 2017 steht unter dem Motto „Fröbel, der Schulmann“, 2018 dreht sich dann ganz um „Fröbel und die Politik“.
Die nächste Fröbelveranstaltung ist der Traditionelle Fröbel-Advent im Hotel Fröbelhof am 3.12.2017.