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Herzog Georg I.

Leben & Wirken

Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen (1763–1803) ist der eigentliche Begründer Liebensteins. Im Jahr 1798 übernahm er probehalber den Badebetrieb des kleinen Ortes und rührte kräftig die Werbetrommel.

Bereits ein Jahr später bezog er das von seinem Vater erbaute, aber nie genutzte Schloss Altenstein und begann, den Altensteiner Park als englischen Landschaftspark anlegen zu lassen. In Liebenstein entstanden ab Frühjahr 1800 mit der Übernahme des Badeortes das Comödienhaus, der Lange Bau und das Palais. Das Fischerne Schloss ließ Georg zum modernen Curhaus umbauen.

Am 10. August 1800 wurde das Comödienhaus mit einem Maskenball eingeweiht. Georg I. ließ die Herzogliche Hofkapelle zu Opernvorführungen aufspielen. Die Meininger Hofhautboisten begleiteten Festtafeln am Erdfall und Bälle auf Schloss Altenstein. Im Journal des Luxus und der Moden und in der Zeitung für die elegante Welt wurde das neue Modebad Liebenstein Jahr für Jahr ausführlich besprochen und stand Seite an Seite mit Karlsbad, Pyrmont und Wiesbaden.

Zahlreiche Besucher wurden durch Georgs großes Engagement nach Bad Liebenstein gelockt, so u. a. der Dichter Jean Paul, Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach, Christian August Vulpius, Charlotte von Stein sowie viele Adlige und gut betuchte Bürgerliche dieser Zeit.

Am Heiligabend des Jahres 1803 verstarb Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen völlig unerwartet an den Folgen einer Erkältung. Sein Vermächtnis bilden der Schlosspark Altenstein mit der Altensteiner Höhle, der Ritterkapelle, dem chinesischen Häuschen, dem Luisenthaler Wasserfall und dem Blumenkorb sowie die Anlage des historischen Kurviertels in Bad Liebenstein.