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Laurentiuskirche Schweina

Historisches Gebäude

Geschichte

Der erste, der das Evangelium von Jesus Christus in unserem thüringisch-fränkischen Raum verkündete, war wohl zu Beginn des 8. Jahrhunderts der Missionar Bonifatius. In Ohrdruf und Fulda gründete er Klöster, und in seinem Auftrag wurden am Altenstein und am Glasbach kleine Kapellen errichtet. Daher heißt ein Felsen nahe dem Schloss Altenstein „Bonifatiusfelsen“. Später wurde unterhalb des Altenstein – im heutigen Schweina – eine Kapelle der Heiligen Katharina geweiht. Auch auf dem Antoniusberg stand von 1183 bis ins 15. Jahrhundert eine Kapelle, die dem gleichnamigen Heiligen der Viehhirten geweiht war. 

Die Gemeinde wurde damals von Mönchen aus dem Kloster Frauenbreitungen betreut. Vermutlich im 14. Jahrhundert bekam Schweina dann einen eigenen Pfarrer. 1513 wurde der Grundstein zur jetzigen Kirche gelegt. Sie hatte ursprünglich einen anderen Turm als heute. Bis zu seiner Zerstörung im 30-jährigen Krieg war er viereckig mit beschiefertem Helm und besaß an jeder Ecke ein kleines Ecktürmchen. Das war für jedermann das Zeichen, dass die Gemeinde über eine eigene Gerichtsbarkeit verfügte.